Hüftprothese – Künstliches Hüftgelenk

 

 

Ein künstliches Hüftgelenk, auch als Hüftprothese, Hüfttotal-Endoprothese oder HTEP bezeichnet, ist eine effektive Lösung für Menschen, die unter chronischen Hüftschmerzen oder Funktionsstörungen des Hüftgelenks leiden, die nicht mehr durch konservative Behandlungsmethoden behoben werden können. Es handelt sich um einen chirurgischen Eingriff, bei dem das beschädigte durch eine künstliches Gelenk ersetzt wird mit dem Ziel Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit wiederherzustellen und die Lebensqualität zu verbessern.

Gründe für ein künstliches Hüftgelenk können verschiedene Ursachen haben, am häufigsten wird es bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Arthrose, einer degenerativen Gelenkerkrankung, die durch den Verschleiß des Knorpels im Hüftgelenk entsteht, eingesetzt. Weitere häufige Indikationen sind das Absterben des Oberschenkelknochenkopfes (Femurkopfnekrose), Knochenbrüche in der Hüftregion oder die Folgen von solchen sowie ein fehlgeformtes Hüftgelenk (Hüftdysplasie). Dies kann zu Schmerzen, Steifheit und Einschränkungen der Beweglichkeit führen. 

Der Eingriff zur Implantation eines künstlichen Hüftgelenks wird von einem Facharzt für Orthopädie durchgeführt und erfordert eine sorgfältige Diagnosestellung und Planung. Zunächst erfolgt eine umfassende Untersuchung, einschließlich Röntgenaufnahmen und möglicherweise auch MRT oder CT-Scans, um den Grad der Hüftschädigung und die individuelle Anatomie des Patienten zu beurteilen. Auf dieser Grundlage wird gemeinsam mit dem Patienten entschieden, ob ein künstliches Kniegelenk die beste Option ist.

Der eigentliche Eingriff zur Implantation der Hüftendoprothese erfolgt in der Regel unter Vollnarkose und kann je nach individueller Situation des Patienten minimal-invasiv oder konventionell durchgeführt werden. Hierbei wird das beschädigte Gelenk entfernt und durch die künstliche Prothese ersetzt, die aus Metall-, Kunststoff- bzw. Keramikkomponenten besteht. Die Auswahl der Prothese und die Positionierung im Hüftgelenk werden sorgfältig an die individuellen Bedürfnisse und Anatomie des Patienten angepasst, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Hierfür erfolgt eine digitale präoperative Planung am Computer.

Die Erholungsphase nach der Implantation eines künstlichen Hüftgelenks variiert je nach Patient, der stationäre Aufenthalt dauert in der Regel ca. eine Woche. Während des Krankenhausaufenthaltes wird bereits mit Physiotherapie begonnen, diese ist auch nach der Entlassung von großer Wichtigkeit. Je nach Heilungsverlauf ist ein Reha-Aufenthalt zwei bis drei Monate nach Operation möglich.

 

künstliches Hüftgelenk - Hüftprothese - HTEP