Die sogenannte PVNS (pigmentierte villonoduläre Synovialitis), auch bezeichnet als tenosynovialer Riesenzelltumor, stellt eine seltene Erkrankung der Gelenksschleimhaut, in vielen Fällen des Kniegelenkes, dar. Hierbei handelt es sich um einen gutartigen Tumor. Dies führt zu einer schmerzhaften Schwellung durch zunehmende Flüssigkeit im Kniegelenk, welche sich vor allem durch Schmerzen bei Bewegung, aber auch in Ruhe äußert. Die Diagnostik der Wahl stellen eine Kernspin-Tomographie (MRT) sowie die Punktion des betroffenen Gelenkes dar.

Therapie der Wahl ist einerseits die zumeist arthroskopische bzw. offene Entfernung der betroffenen Gelenksschleimhaut, andererseits die lokale Applikation von radioaktiven Substanzen, Radiosynoviorthese (RSO). Bei schweren Verläufen ist selten der operative Gelenksersatz mittels Totalendoprothese notwendig. Je nach Therapiestrategie ist ggf. die Überweisung in ein Zentralkrankenhaus erforderlich.