Beim Knochenmarködem handelt es sich um eine krankhafte Ansammlung von Flüssigkeit im Knochengewebe. Verursacht wird dies durch chronische Überbelastung, lokale Durchblutungsstörungen sowie Traumen. Weiters kann es auch als Begleiterscheinung z.B. bei Arthrose, bei Rheuma oder beim sogenannten Charcotfuß auftreten. Durch die Flüssigkeitsansammlung kommt es zu einer Minderversorgung des Knochens mit Sauerstoff. Unbehandelt kann dies wiederum zum Absterben des knöchernen Gewebes führen.

Das Ödem macht sich durch starke, meist belastungsabhängige Schmerzen im betroffenen Gelenk bzw. Knochenanteil bemerkbar. Die Diagnose wird in der Regel mit Hilfe eines MRTs gestellt.

Therapieansätze sind neben der strikten Entlastung mit Krücken und einer medikamentösen Therapie mit Calciumpräparaten die intravenöse Verabreichung eines Prostacyclin-Derivats und die Behandlung mit hyperbarem Sauerstoff in einer Druckkammer. Ist es bereits zur Osteonekrose, dem Absterben von Knochengewebe, gekommen, ist meist nur mehr die operative Therapie zielführend.

Bei Knochenmarködemen wird die Infusionstherapie mit Prostacyclinen angewandt. Diese Wirkstoffe hemmen die Funktion der Blutplättchen und wirkt gefäßerweiternd. Diese Eigenschaften macht man sich hierbei zu Nutze um der Minderversorgung des Knochens mit Sauerstoff entgegenzuwirken. Die Therapie wird über mehrere Tage im Rahmen eines stationären Krankenhausaufenthaltes als langsame Infusion durchgeführt. Begleitend zur Therapie sowie im Anschluss ist die strikte Entlastung des betroffenen Körperteils mit Krücken notwendig. Meist kann so das Knochenmarködem deutlich reduziert und den gefürchteten Spätfolgen vorgebeugt werden.