Die Abnützung des Kniegelenks ist ein in der heutigen Zeit häufig anzutreffendes Problem. Die Gonarthrose entsteht durch mechanische Überbeanspruchung, chronische entzündliche Erkrankungen (‚Rheuma‘), angeborene Fehlstellungen bzw. nach Unfällen. Insbesondere ältere Menschen hegen auch zu Recht immer höhere Ansprüche an ihre alltäglichen und sportlichen Aktivitäten.

An erster Stelle stehen immer konservative Therapiemaßnahmen wie Physiotherapie, Manualmedizin sowie Infiltrationstherapien (z.B. ACP®-Therapie, Hyaluronsäure), mit denen oft eine langandauernde Linderung der Beschwerden erreicht wird.

Bei leichten Abnützungserscheinungen und ausbleibendem Erfolg von konservativen Therapiemaßnahmen ist oft eine arthroskopische Behandlung sinnvoll. Bei schwereren Defekten ist in der orthopädischen Chirurgie heutzutage der künstliche Kniegelenksersatz (‚Endoprothese‘, ‚KTEP‘) als effektive und langfristige Therapie das Mittel der Wahl. Mittlerweile stehen speziell an Ihre individuelle Anatomie angepasste Operationsmethode zur Verfügung. Hierbei werden mittels MRT (Magnetresonanztomopraphie) erstellte spezielle Schablonen verwendet um während der Operation Ihre individuelle Anatomie zu reproduzieren. Weiters stehen Methoden zur intraoperativen Navigation zur Verfügung. Hierbei wird die Implantation einer Knie-Totalendoprothese mit Hilfe eines Computersystems geführt und überwacht um ein für Sie optimales Ergebnis zu erzielen.

Bereits am ersten Tag nach der Implantation einer Knietotalendoprothese beginnt die Mobilisierung mit Physiotherapeuten mithilfe zweier Unterarmstützkrücken. Diese sind in der Rege lediglich für ca. zwei Wochen notwendig. Eine weiterführende Physiotherapie sowie bei Bedarf ein Rehabilitationsaufenthalt verbessern die Funktion des ’neuen‘ Kniegelenks.