Die Abnützung des Hüftgelenkes führt wie bei anderen Gelenken zu typischen Schmerzen bei Bewegung, manchmal auch bereits in Ruhe. Insbesondere ältere Menschen hegen jedoch zu Recht immer höhere Ansprüche an ihre alltäglichen sowie sportlichen Aktivitäten.

Nach Ausschöpfen der konservativen Therapiemaßnahmen wie Infiltrationstherapien, Manual- und Physiotherapie sowie Maßnahmen aus der Orthopädietechnik ist die operative Versorgung mittels einer Hüft-Totalendoprothese das Mittel der Wahl. Dies erfolgt heutzutage minimalinvasiv über einen kleinen Einschnitt an der Haut sowie unter Schonung der Muskeln und der übrigen Weichteile. Die Implantation einer Hüftprothese stellt einen der am häufigsten durchgeführten operativen Eingriffe weltweit dar. Moderne Hüft-Totalendoprothesen werden zementfrei eingebracht, ermöglichen eine ausgezeichnete Funktion und haben eine Standzeit von ca. 20 Jahren. Bereits am ersten Tag nach der Operation erfolgt die Mobilisierung mit zwei Unterarmstützkrücken, welche für ca. vier Wochen verwendet werden sollen. Der Krankenhausaufenthalt dauert ca. eine Woche. Nach der Entlassung empfiehlt sich die Fortführung von Physiotherapie sowie ggf. ein Rehabilitationsaufenthalt.

Röntgenbild Hüftgelenksarthrose
Article authors: Ruiz Santiago, Fernando et al; X-ray of hip osteoarthritis, CC BY 4.0
HTEP Kurzschaftprothese
HTEP – Kurzschaftprothese