Beim Ganglion handelt es sich um eine gutartige Zyste (Flüssigkeitsansammlung) ausgehend von Gelenken bzw. Sehnenstrukturen. Meist am Handgelenk lokalisiert, kann es jedoch an so gut wie allen Gelenken bzw. Sehnenverläufen des ganzen Körpers vorkommen. Obwohl es meist zu einem spontanen Auftreten kommt, ist oft die langdauernde Überbeanspruchung ursächlich. An bestimmten Schwachstellen der Gelenkskapsel bzw. der Sehnenscheiden wölben sich die erwähnten Zysten bis unter die Haut vor.

Neben der konservativen Therapie mit Schonung, ggf. Schienenverordnung, entzündugs- und schmerzhemmenden Medikamenten sowie der Abpunktion (der Zysteninhalt wird mit einer feinen Nadel abgesaugt), ist bei funktionell störenden Ganglien die operative Entfernung das Mittel der Wahl. Nach der Nahtentfernung (ca. zwölf Tage postoperativ) kann die Hand nach anfänglicher Schonung schnell in gewohnter Weise verwendet werden.