Ist die Abnützung eines Gelenkes fortgeschritten und bereitet dementsprechend Beschwerden, so ist der künstliche Gelenksersatz eine exzellente Therapiemöglicheit. Dieser ist an allen großen und vielen kleinen Gelenken möglich und wird seit vielen Jahren mit großem Erfolg durchgeführt.

Der künstliche Gelenksersatz stellt eine Erfolgsgeschichte der modernen Orthopädie dar. Die Erstimplantation eines künstlichen Kniegelenkes erfolgte, wenn auch damals noch mit bescheidenem Erfolg, bereits 1890. Als Vater der modernen Hüft-Endoprothtik gilt Sir John Charnley, welchem in den 1950er Jahren entscheidende Fortschritte gelangen. Dank kontinuierlicher Weiterentwicklungen ist die moderne Orthopädie heute in der Lage, über lange Zeit funktionsfähige Gelenksersätze an allen großen sowie einer Vielzahl von kleinen Gelenken durchzuführen. Viele dieser Implantate können heute modular, sprich individuell an den jeweiligen Patienten angepasst werden um die optimale operative Versorgung zu erreichen. Vor allem im Bereich der Knieendoprothetik haben sich computergestützte Verfahren wie die intraoperative Navigation und die speziell an die Anatomie des Patienten angepasste Operationsinstrumente etabliert.

Moderne Endoprothesen haben eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren und können im Bedarfsfall ausgetauscht werden.

In manchen Fällen wie bei Lockerung des Implantats, mechanischen Komplikationen oder Gelenksinfektionen ist eine erneute Operation (‚Revision‘) notwendig. Hierbei verläuft das Spektrum der möglichen Therapie von Weichteileingriffen, Wechseln einzelner Bestandteile der Prothese bis zum kompletten Austausch (‚Systemwechsel‘). Als langjähriger Mitarbeiter der Einheit für Protheseninfekte bringe ich in diesem Fachgebiet besondere Expertise mit.

HTEP, Kurzschaftprothese und Pfanne Modell
KTEP und HTEP Modell
PSI, Operationsschablonen